Tagesablauf

Kinderkrippe – Zappelmäuse

Wir bieten einen geregelten, strukturierten Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit, Orientierung und Halt, aber auch Freiräume ermöglicht. Die wöchentliche Planung wird so gewählt, dass alle Bereiche zur ganzheitlichen Förderung abgedeckt sind. Der Tagesablauf in der Kinderkrippe „Zappelmäuse“ gliedert sich in folgende Phasen:

Freispiel- oder Orientierungsphase

bis ca. 09:30 Uhr

Diese Phase meint die Zeit der Orientierung und des Beobachtens. Ihr Kind hat die Möglichkeit, sich in die Gruppe einzugliedern. Es darf aus dem kompletten Spielangebot frei wählen und bei seiner Wahl so lange verweilen, wie es möchte. Ein Wechsel zu einem anderen Spielangebot ist jederzeit möglich. Dem individuellen Wunsch der Kinder wird nach Möglichkeit entsprochen. (z. B. malen, Bilderbücher vorlesen, schneiden und kleben, ...). Wöchentlich wird eine Gestalt- bzw. Werkarbeit mit thematischem Schwerpunkt angeboten. Dem Kind wird freigestellt, ob es diese ausführen will oder nicht. Es darf sein Kunstwerk beim Abholen mit nach Hause nehmen. Gegen Ende der Freispielphase wird gemeinsam aufgeräumt. Wir sehen unsere Aufgabe als Pädagoginnen in der Freispiel- bzw. Orientierungsphase darin, diese erstens so zu gestalten, dass das Kind zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln aufgefordert wird (Spiele/Bücher in die Reichweite der Kinder bringen, schwere Gegenstände möglichst in Bodennähe platzieren, wie zum Beispiel Holzkugelbahnen oder Kiste mit Eisenbahngleis), zweitens das freie Spiel mit Aufmerksamkeit und Interesse zu begleiten, und drittens die Freiheit des Kindes zu gewähren, die jedoch in Ordnung, Struktur und Grenzen eingebettet sein muss. Dazu gehört, das Kind am Morgen persönlich zu begrüßen, sich ihm individuell zuzuwenden, um einen positiven Übergang von der Familien- auf die Kinderkrippenatmosphäre zu gewährleisten. Wir bejahen Ihr Kind, das heißt, wir nehmen es an, wie es ist, regen es an, indem wir Fertigkeiten (z. B. Schneiden mit der Schere) vermitteln, damit es das Angebot nützen und seine Fähigkeiten entwickeln kann. Eine besondere Bedeutung kommt in dieser Phase der Beobachtung zu, um die individuelle Entwicklung Ihres Kindes beschreiben und sich mit Ihnen austauschen zu können. Ebenso werden Vorlieben, Stärken und auch Schwächen wahrgenommen, um diese in die weiterführende Planung einfließen zu lassen.

Überdies nützen wir diese Phase zum gruppenübergreifenden Arbeiten, das bedeutet, es werden je nach Bedürfnis und Alter der Kinder, Aktivitäten in (altersgetrennten als auch altersgemischten) Kleingruppen, sei es Bewegung, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, im kreativen Bereich usw. in den uns zur Verfügung stehenden Räumen angeboten.

Gemeinsame Jause – Gesunde Ernährung

Mahlzeiten sind als soziales Ereignis zu betrachten, da zum Essen nicht nur Nahrungsaufnahme an sich, sondern eine Tischkultur, eine Beziehungspflege und eine Kommunikationskultur notwendig ist. Daher ist es bedeutsam, dem Kind einerseits Zeit zum Genießen zu lassen, und andererseits durch gemeinsames Anrichten von Speisen (Schneiden von Obst, Butter aufs Brot streichen, …), Decken der Tische und Schmücken eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Für uns beginnt gesunde Ernährung bereits beim Einkauf. Deshalb achten wir bei der Zubereitung abwechslungsreicher und gesunder Kost auf die Verwendung saisonaler Produkte. Zu bestimmten Anlässen kochen/backen wir gemeinsam mit den Kindern (Obstsalat, Suppe, Kekse, Brot, Pizza, ...). Da wir in unserem hauseigenen Garten tragende Obstbäume haben, werden diese gemeinsam geerntet und verarbeitet (Kompott, Kuchen). Während der Jause gibt es klare Regeln, die für alle gelten. Hat Ihr Kind noch nicht gefrühstückt, bieten wir ihm vor der gemeinsamen Jause ein Frühstück an.

Es findet eine Gemeinschaftsjause statt, bei der wir alle gemeinsam am Tisch sitzen. Das Kind darf sich zu seinen Freunden setzen und plaudern. Die abwechslungsreiche Jause wird gemeinsam vorbereitet, jeder erhält einen Porzellanteller und ein Glas. Dann reichen wir uns die Hände und sprechen gemeinsam einen Jausenspruch bzw. ein Jausengebet. Um die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern, steht ein kleiner Glaskrug mit Wasser auf dem Tisch, mit welchem sie selbst ihr Glas füllen. Jedes Kind entscheidet selbst wie viel es essen will. Wir regen die Kinder zu bestimmten Tischmanieren an (z. B. Kauen mit geschlossenem Mund, die Jause über dem Teller essen, mit dem Essen nicht spielen, ...).

Wenn der Großteil der Kinder fertig gegessen hat, werden ein paar Fingerspiele gemacht, um die Wartezeit zu verkürzen und die Hände gewaschen.

Bewegungsangebot

Die Bewegung findet bei schlechtem Wetter im Turnsaal und bei schönem Wetter im Garten statt. Ziel ist es, dem natürlichen Bewegungsdrang des Kindes stattzugeben. Es lernt Rücksichtnahme auf andere, warten, die Grobmotorik wird gefördert und die Reaktionsfähigkeit geschult. Ganz nebenbei lernen die Kinder das selbstständige An- und Ausziehen. Natürlich haben auch hier die Wünsche der Kinder oberste Priorität: Je nach Bedürfnis kann das Kind zusehen oder im Gruppenraum bleiben und mit der zweiten Pädagogin spielen.

Konzentrationsphase

Hier werden vorwiegend Lieder gesungen, Kreis- oder Bewegungsspiele gemacht, Rollenspiele inszeniert, Geschichten erzählt und Umwelterfahrungen gemacht. Die Bildungsangebote sind dem Alter der Kinder angepasst. Wir laden die Kinder ein mitzumachen. Dies ist immer freiwillig! Denn nur was Spaß macht - fördert die Kinder!

Ausklang mit Freispiel

Ihr Kind wählt sein Spiel nach seinen Bedürfnissen und Interesse, bis es abgeholt wird, oder das Mittagessen beginnt.

Mittagessen

Das Mittagessen wird vom Gesundheits- & Sozialsprengel Mieminger Plateau zur Verfügung gestellt und findet wie die Jause gemeinschaftlich statt. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, Ihr Kind in der Mittagsessensliste wöchentlich einzutragen. Es wird auf den richtigen Umgang mit Besteck und Serviette Wert gelegt. Im Gang befindet sich eine Aushangtafel, auf welcher Sie die Möglichkeit haben, sich über den Speiseplan für die Woche zu informieren.

Erholungsphase – Zeit zum Rasten und Still werden

Nach dem Mittagessen hat Ihr Kind die Möglichkeit, in einer ruhigen Atmosphäre den Vormittag ausklingen zu lassen. (Bilderbücher werden vorgelesen, Sinnesübungen, Trödelspiele, ruhige Musik, ...) Ebenso begleiten wir Kinder, die den ganzen Tag in unserer Einrichtung verbringen, in den Ruheraum. Dort wird, um langsam einen Wechsel von Spannung und Entspannung sowie „Lärm“ und Stille zu erwirken, ein passendes Gute-Nacht-Bilderbuch gemeinsam betrachtet und ein Schlaflied gesungen. Nach Absprache der Mutter wird nach Möglichkeit der gewohnte Schlafrhythmus des Kindes beibehalten.

Gestaltung des Nachmittags

Am Nachmittag gibt es eine Mischgruppe, welche von einer Pädagogin und einer Assistentin betreut wird. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingung steht mehr Frei- und Spielraum als am Vormittag zur Verfügung und ebenso können aufgrund der geringen Kinderanzahl andere Dinge geschehen. Zum Beispiel kann ein Kind mit nicht-deutscher Muttersprache adäquat sprachlich gefördert werden. Außerdem bietet der Nachmittag die ideale Voraussetzung, in unserer Kinderkrippe zu schnuppern. Neben der individuellen Einzelförderung bleibt Zeit für die Fertigstellung der begonnenen Arbeiten vom Vormittag, Spaziergänge, zum intensiven gemeinsamen Spiel, sowie für jegliche Aktivitäten der sechs Bildungsbereiche.

Betreuungskosten